Bernd David


contemporary art



Ausstellungen 2026
7.-15.3. Metamorphosen, Studio Zehn
23.-26.4. Discovery Art Fair, Cologne
3.-11.10. Ausgrenzung, Studio Zehn

Selected Exhibitions:
4.11.-2.1.26 Rosenrot, Köln
29.10.-2.11.25 Salon d’Automne, Paris
2.-5.10.25 gegen selektiven Humanismus, Studio Zehn, Köln
4.-8.12.24 Reddot, Miami
25.-27.10.24 ArtMuc, München
22.-27.10.24 Salon d'Automne, Champs-Elysées, Paris
10.-22.7.24 "Fremdartige alla Biennale", Palazzo Albrizzi-Capello, Venedig
5.-13.10.24 Soloausstellung "Infinity Fields", Studio Zehn, Köln

© VG Bild Kunst, Bonn 2025

Bernd David, selbstständiger Künstler und Kunsthistoriker. Studium an der Philipps Universität Marburg in den Fachbereichen Kunstgeschichte, Grafik und Malerei, Europäischer Ethnologie, sowie Literatur und Medien, Philosophie, Kirchenbau und Kirchenkunst. Abschluss Magister Artium.

Schwerpunkte der künstlerischen Tätigkeit: abstrakter/ expressisver Realismus
Landschaft / Portrait / Stillleben / Druckgrafik.

Die Kunst ist frei und überall liegt sie in Ketten (in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contract social, 1762). Mit Andy Warhol erlebt das Branding in der Modernen Kunst einen Höhepunkt, der letztendlich viele Künstler dazu treibt immer wieder das Gleiche zu produzieren. Die Versklavung an die Wiedererkennbarkeit der Kunst wurde in den letzten Jahrzehnten durch verschiedene Ausformungen des Realismus aufgebrochen.

Ich glaube, wir sollten den Widerspruch und die Uneinheitlichkeit des künstlerischen Schaffens als Reflexion über Gesellschaft und Authentizität zulassen. Für mich bedeutet eine Beschränkung durch Form, Farbe oder Material eine Beschneidung meiner Kreativität – ich möchte sogar behaupten, dass das Motiv ein bestimmtes Material, einen Stil und eine Farbe fordert.



Auftragsmaler Portraitmaler Tierüportait Druckgrafik Workshops Ölgemälde
Ausstellungen/ Projekte
- Ausstellung mit donpaco "fremdartiges", Studio Zehn, Köln
- solo exhibition 4.11.-2.1.26 Rosenrot, Köln
- 29.10.-2.11.25 Salon d’Automne, Paris
- 2.-5.10.25 gegen selektiven Humanismus, Studio Zehn, Köln
- 4.-8.12.24 Reddot, Miami
- 25.-27.10.24 ArtMuc, München
- 22.-27.10.24 Salon d'Automne, Champs-Elysées, Paris
- 10.-22.7.24 "Fremdartige alla Biennale", Palazzo Albrizzi-Capello, Venedig
- 5.-13.10.24 Soloausstellung "Infinity Fields", Studio Zehn, Köln
-solo exhibition 1.6.-30.9.23 Privacy, 8050 Zürich
-offene Ateliers 22.-24.9.23 Schillstrasse 10, 50733 Köln
-solo exhibition 7.10.-15.10.23 Studio Zehn, 50733 Köln
-Soloausstellung "Gelassenheit – 24 Stillleben“ 13.-26. 2022, Köln (Stipendium des Landes NRW)
-offene Ateliers, Ausstellung Köln, September 2022
-erste Internationale Auktion eines Bildes, 10.06.22 Auktionshaus Düsseldorf -Hammerpreis 3.000€
-Ausstellung "Zu Tisch", März bis Mai 2022, Galerie Incontro, Eitorf.
-Stipendium 2021 Soloausstellung "sichtbar werden" mit Künstlerportraits, November 2021, Köln.
-Offene Ateliers, September 2021, Köln
-Stipendium 2020 mit Soloausstellung Februar 2021 "24 Tage -24 Werke", Köln.
-Mai 2021. Gründung und Leitung des Künstlerkollektivs Studio Zehn, Schillstrasse 10, 50733 Köln
-März 2021 24 Werke-24 Tage Einzelausstellung, Köln
-August 2020 -Ausstellung Gegenpaare mit donpaco und Aleksa im Atelier am Schillplatz
-Februar 2020 -Einzelausstellung im Atelier am Schillplatz
-Seit September 2019 bis heute -Freier Künstler im Atelier am Schillplatz, Schillstrasse 10, 50733 Köln mit Lehrtätigkeit in wöchentlich stattfindenden Kursen und monatlichen Ausstellungen
-September 2019 -Ausstellung Blauer Abend Nippes
-September 2019 -Ausstellung Galerie Aristokrass, Köln
-Seit 2018 - Hauptberuflich als freier Künstler in Köln tätig



Pressebericht Oktober 2022:
In Köln zeigt der Maler Bernd David vom 14 - 23.10.22 im Studio Zehn delikate Stillleben als Teil eines vom Land NRW geförderten Projektes. Zur Ausstellung kommentiert die Kunsthistorikerin Elfi Zimmerling, Kuratorin / Kunstsammlung des Landtags NRW.

„Unser Alltag ist laut. Gerade eine Stadt wie Köln kommt nur selten zur Ruhe: Geräusche, Gerüche,
Gewimmel - alles überlagert sich zu einem dichten Gewebe, welches uns wie in einem Nebel umgibt und uns die Luft zum Atmen nimmt. Und dazu kommt noch der allgegenwärtige Freizeitstress, den wir uns antun: auf der Suche nach Selbstoptimierung und dem ständigen sozialem Vergleich mit unseren Mitmenschen,streben wir stetig nach Superlativen, nach tolleren Bildern, die wir in sozialen Medien teilen. Als würde es nicht stattfinden, wenn nicht alle es sehen, als wäre unser Leben nur gut, wenn es immer perfekter, immer exotischer, immer exklusiver ist. Die in schnellen Bilderfolgen und mit unzähligen Filtern verunreinigte und verzerrte Darstellung von Menschen und Orten führt zur ultimativen Reizüberflutung, die uns in einem Strudel aus Scheinerfahrungen mitzureißen droht: alles will gleichzeitig wahrgenommen werden, dabei wird immer weniger gefühlt und wirklich erlebt.

In dieses Wimmelbild der Gegenwart setzt der Kölner Maler Bernd David einen Kontrapunkt. Statt schriller, nach Aufmerksamkeit schreiender Kunst, bieten uns seine Stillleben eine wohltuende Pause. Die Klarheit seiner oft kleinformatigen Bilder speist sich aus der Reduktion, die ganz der Tradition der Altmeister verpflichtet ist. Jedes Objekt wird mit dem gleichen Ernst, der gleichen handwerklichen Raffinesse und dem gleichen Sinn fürs Detail behandelt und ausgearbeitet.

Seinen Anfang nahm diese Serie mit der Frage „was kommt nun?“,
nac
hdem eine umfangreiche
Portraitreihe abgeschlossen war. Die Antwort war: ein schlichtes Wasserglas. Doch schon bei dieser recht kleinformatigen Papierarbeit wird die umfassende Ausbildung des Künstlers erkennbar, der nicht nur Grafik und Malerei, sondern auch Kunstgeschichte studierte und daher nicht nur die altmeisterlichen Sujets, sondern auch deren Maltechnik zitieren kann. Jeder Pinselstrich sitzt und dient der Illusion, ein echtes Wasserglas vor Augen zu haben.

Wie alle seine Werke, so sind auch diese Stillleben handwerklich sorgfältig vorbereitet:
Die Leinwände sind eigenhändig auf Keilrahmen gespannt, der Leim für die Grundierung aufwändig selbst angesetzt, dem Trocknungsprozess wird die nötige Zeit gegeben und auch die Auswahl der Pigmente und Pinsel unterliegt dem hohen Qualitätsanspruch des Künstlers. Hier geht nichts schnell, schnell. Die Mühe macht sich allemal bezahlt.

So reduziert die Kompositionen auch scheinen, umso vielschichtiger ist deren Wirkung.
Durch den lasierenden Auftrag der Farben und Pigmente erhalten die Oberflächen eine Lebendigkeit und Tiefe, die die unterschiedliche Stofflichkeit der Objekte definiert. An einigen Stellen bleibt die Grundierung sichtbar und wird Teil der Malfläche. Dazu wird auch der Untergrund selbst Teil der Komposition. Einige Bilder sind auf Frühstücksbrettchen aus Bambus gefertigt, deren Oberfläche von kleinen Löchern überzogen ist und die grobporige Schale der Orangen und Zitronen zusätzlich imitiert, oder die Kohlensäure, die dem Sektkelch zu entströmen scheint. Das Schleifen des Malgrunds hinterlässt gelegentlich Rillen, in denen sich die Farbe sammelt und ganz eigene Muster hinterlässt. Die polierten Flächen hingegen unterstreichen die Textur der zarten Haut der reifen Pflaumen, teilweise aufgebrochen oder der flauschigen Pfirsiche. Auch die Gefäße werden in ihrer Unterschiedlichkeit erfasst: die Zartheit der verschiedenen Gläser, die exquisiten Oberflächen der fast tausendjährigen Porzellangefässe oder das etwas raue, steife Gewebe der Leinenserviette, wir meinen alle diese Materialien mit unseren Blicken zu „be-greifen“.

Besonders ins Auge springt die intensive Farbigkeit der Kompositionen. Der Hintergrund ist nicht einfach dunkel, sondern setzt sich aus vielen Schichten Farbe zusammen. Die Trauben werden aus zahlreichen Tönen Lila bis gelbliches Grün modelliert und geben so die Lebendigkeit der unterschiedlichen Reifegrade der Frucht wieder. Das Gelb der Zitronen kontrastiert aufs Reizvollste mit dem Chromoxidgrün des Hintergrundes.
Für die Schatten und brauen Flächen verwendet David gebranntes Umbra, welches ganz besonders subtile Übergänge möglich macht. Die Orangen und Möhren strahlen in einem je ganz eigenen Orange - hier das sonnig-glänzende Orange der Mittelmeerfrucht, hier das erdig matte Orange der heimischen Pflanze. Jedes Ding, jedes Material wird durch seine individuelle Farbpalette charakterisiert.

Wir täten den Stillleben aber unrecht, wenn wir sie nur in ihrer meisterlichen Ausfertigung und sinnlichen Erfahrbarkeit loben würden. Wie auch die altmeisterlichen Vorbilder, so finden sich auch in diesen Arrangements lebloser Objekte oft inhaltliche Gruppierungen und eine komplexe Symbolik. Oft ergibt sich die Auswahl der Objekte aus zufälligen Begebenheiten: eine Rispe Trauben aus dem Garten der Nachbarin, die so aromatisch war, dass das Erlebte festgehalten werden musste. Oder das Foto einer afrikanischen Frau auf Instagram, welches soviel Offenheit und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Genauso wie die Faszination der besonderen Keramiken, entdeckt im British Museum, die auch nach 1000 Jahren noch immer nichts von ihrer Erlesenheit eingebüßt haben. Auch hier zeigt der Künstler Geduld: Ist nicht gleich mit der Komposition zufrieden, sondern lässt den Gedanken reifen und überlegt ganz genau, was zu welchem Objekt passen würde. Erst die Oliven, dann der Rotwein, erst der Sektkelch, dann die Trauben.

Die Kompositionen folgen dabei nicht nur einem ästhetischen Muster. Die Leserichtung kann einer

komplexen Ikonographie folgen, die sich mitnichten auf dem ersten Blick erschließt und sich auch nicht immer aus unserer mitteleuropäischen Tradition herleitet. Dies ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass David neben den bereits erwähnten Fächern auch Ethnologie studiert und sich auf seinen zahlreichen Reisen in afrikanische und asiatische Länder einiges an Wissen über diese Kulturen angeeignet hat. Und dieses Wissen um der Kultur- und Kunstgeschichte bringt der Künstler in seinen Stillleben wieder hier zu uns zurück und setzt es in Bezug zu unserer Wirklichkeit: die chinesischen imperialen Drachen des Chen Rong (ca.1200-1266) und feinen Seladon Keramiken, die Mairübchen, die zarten Sektkelche und roten Beeten, die selbstbewusste afrikanische Markthändlerin ebenso wie die erntefrischen, erdigen Möhren, die aromatischen Zitrusfrüchte neben die reifen herbstlichen Pflaumen.

Bei aller Klarheit und Ruhe sind die Stillleben von Bernd David also alles andere als stille Bilder: sie laden dazu ein, innezuhalten, genau hinzuschauen und unsere Sinne wieder für das Alltägliche, das Regionale aber vielleicht auch für das wirklich Besondere zu schärfen. Ganz ohne Filter.“

Ausstellung im Studio Zehn, Schillstrasse 10, 50733 Köln
Öffnungszeiten: 14.10. - 23.10.22, tgl. 16-20 Uhr
KONTAKT

Bernd David

Mobil: +49 (0)1517 508 1512
E-Mail:
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